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Pigen & Drengen
(2002, Gofolk GO0202)
Phønix sind so etwas wie ein Stützpfeiler der dänischen Folkszene – ein versiertes Quintett das auf ihrem vierten Album »PIGEN & DREGEN« eine feingeistige Mixtur aus Traditionellem und Eigenem feilbietet. Der Text über eine junge Maid, die dem Liebsten genaue Anweisungen gibt, damit der sich Samstag nacht an den beiden Hunden des Vaters vorbeischleicht – »der weiße kann nicht bellen, und dem anderen gib Brot« –, um einen lockigen Jungen zu zeugen? »Klingt gut, nehmen wir«, denken sich Phønix, und schreiben flugs eine eigene Melodie dazu.
Diesem fröhliche Mischen verschiedener Quellen – überaus wichtig zum Überleben sich stetig modernisierender Traditionen – injizieren die Dänen dezent jazzige Klangfarben, was aber auch einfach an der Anja Præsts ausgelassen tanzender Bassklarinette liegen kann, einem eher ungewöhnlichen Folkinstrument. Weiterhin glänzt die Musik durch Karen Moses umsichtigen Gesang und die gewohnt hochwertigen Produktion von Morten Alfred Høirup. (peb)
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