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Sounds Of A Playground Fading
(2011, Century Media 9977472)
Lange Jahre war es ruhig um In Flames – zumindest was neue Alben betraf. Dennoch blieb das Quintett in den Medien präsent, dem inzwischen ehemaligen Gitarristen Jesper Strömblad sei dank: Dieser verbrachte wie so viele seiner Kollege – Grüße an James Hetfield, Ville Valo und Konsorten – einige Zeit in Betty Ford, oder wie auch immer sich in diesem Fall die Institution für Alkoholkranke nannte. Nach einem kurzen Comeback ersetzt ihn Niclas Engelin (Engel) endgültig, die Truppe wechselte zu Century Media. Das Labeldebüt »SOUNDS OF A PLAYGROUND FADING« ist somit das erste Album ohne den Bandgründer Strömblad: die dreizehn Songs schrieb Björn Gelotte.
Eins gleich vorweg: Wie man großartige (Gitarren)Melodien erschafft, wissen In Flames auch im Jahre 2011. Doch die Schweden packen auf den 54-Minüter nicht nur ruppige Brecher wie »The Puzzle«, die Spoken Track-Ruhepause »The Attic« oder den virtuosen Melodic Deather »Fear Is The Weakness«, mit einem herausragenden Anders Fridén am Mikro. Zur Verwirrung ihrer alten Fans garnieren sie ihre Lieder häufiger mit poppig-eingängigen Refrains, wie in der ersten Single-Auskopplung »Deliver Us« oder »Ropes« und verpassen dem Gesamtpaket eine moderne, glatte Produktion.
Fazit: In Flames sind immer noch In Flames, mit großen Melodien und einem exzellenten, unverkennbaren Anders Fridén – wenngleich Fans der ersten Stunde ihnen den neuen Sound, vor allem die mainstreamtauglichen Einschübe, vorwerfen werden. (nat)
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