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Alle Rezensionen zu Hammerfall
(Genre »Metal«, Land »Schweden«)

 

One Crimson Night
(2 CDs, 2003, Nuclear Blast NB 1196)

Auf dem live in Göteborg aufgenommenen Doppelalbum feiern sich die Jungs selbst – und ihr Publikum feiert mit. Dafür sorgen solche Mitsing-Hymnen wie »Stone Cold« vom Debüt »GLORY TO THE BRAVE« oder »Legacy Of Kings« vom gleichnamigen Zweitwerk. Die Melodien dazu stammen aus dem Fundus von Iron Maiden, Helloween oder Judas Priest, wogegen die Texte der Leere Manowars in nichts nachstehen: Damit die Fans nicht vergessen, welche Band da oben auf der Bühne ihr Heimspiel abliefert, singt Joacim Cans Titel wie »Let The Hammer Fall« oder »Hammerfall«. Außerdem erfahren die Fans etwas über das Material des fallenden Hammers »Steel Meets Steel« oder was man damit alles machen kann: »The Dragon Lies Bleeding«.

Dazu gibt's noch ein eher unnötiges Bass-Solo von Magnus Rosén und ein anständiges Gitarrensolo von Stefan Elmgren. Hammerfall – bei weitem nicht so gut, aber auch nicht so schlecht, wie von manchen bejubelt oder verdammt. Doch möge jeder selbst entscheiden, ob der positive wie negative Wirbel um Hammerfall berechtigt ist. (nat)



Siehe auch:
Nocturnal Rites
Cans

 Hammerfall: One Crimson Night

Offizielle Website

Offizielle Website      www.hammerfall.net

   

Threshold
(2006, Nuclear Blast NB 1752)

»Fire! Burn! Fire! Burn!« ... wer hat's gesungen? Richtig, Hammerfall. Sie komponierten den zweiten Song des Albums »The Fire Burns Forever« extra für die Leichtathletik WM in Göteborg – und spielten ihn live zur Eröffnungsfeier. Ob's den schwedischen Athleten half? Fest steht: Den Gegnern der Curling-Frauen-Nationalmannschaft hat ihr gemeinsamer Auftritt mit Hammerfall im »Hearts On Fire«-Video jedenfalls das Fürchten gelehrt: Die Damen gewannen Gold bei den Olympischen Winterspielen.

Derart beflügelt plant Cans nun eine Zusammenarbeit mit dem Hockeyteam. Die Bewertung für »TRESHOLD« fehlt noch? Kurz gesagt: Siehe »CHAPTER V ...«. Lang: Die üblichen Zutaten (eingängige Melodien, Mitsing-Refrains, Jaulattacken) braten die Power Metaler überwiegend im Midtempo, bis hinterher ein durchwachsenes Stück Fleisch auf dem Teller liegt, welches vermutlich noch vom Vorgänger »CHAPTER V ...« übrig war. (nat)

   

Chapter V: Unbent, Unbowed, Unbroken
(2005, Nuclear Blast NB 1375)

Nichts Neues 2005. Die hämmerschwingenden »Knights Of The 21St Century« stürzen sich auch dieses Mal ungebunden, ungebeugt, ungebrochen bis zur Helmoberkante ihrer Rüstung in sämtliche Klischees: Cover, Melodien, Texte. »A hammer made of steel, from the river of blood« singt Joacim Cans etwa in »Born To Rule«.

Das fünfte Kapitel der Hammerfall-Chronik orientiert sich stark an »RENEGADE«, spielt bis auf den Schmachtfetzen »Never, Ever« – Junge, Junge, da ringeln sich die Zehennägel schon beim einmaligen Hören! – oder das verirrte Instrumental »Imperial« im Midtempobereich. True Metal-Freaks begeistert »The Templar Flame« vermutlich genauso wie »Blood Bound«; der Rest schmeißt die Scheibe schon nach dem Opener »Secrets« für immer ins Gefrierfach. (nat)

   

Crimson Thunder
(2002, Nuclear Blast NB 1031-0)

Einmal Hammerfall – immer Hammerfall, oder anders ausgedrückt: nicht viel Neues bei den Metalgöttern aus Schweden. Hier wird gitarren-betonter und druckvoller Mitgröhl-Metal geboten, der das True Metal-Herz ein paar Takte höher schlagen lässt. Vor allem live können Hammerfall punkten, denn sie verstehen es durch ihre Pyro- und Lichtshow und ihre äußerst sympathische Art, das Publikum binnen kürzester Zeit auf ihre Seite und manchen Saal zum Kochen zu bringen.

Zu Hammerfalls Stärken zählen neben dem druckvollen Gitarrensound vor allem auch die eingängigen Refrains und die »choralen« Parts, die sich standhaft im Gehörgang festsetzen und so auch Stunden später noch so manchen Metal-Fan zum Summen bringen. (hog)

   

Renegade
(2000, Nuclear Blast NB 0511)

Proleten-Metal ohne echte Höhepunkte: Beginnend mit dem Midtempo-Song »Templars Of Steel«, einschließlich Chor im Schlachtgesang-für-Arme-Stil, dümpelt der Drittling bestenfalls im Mittelmaß vor sich hin.

Positive Inselchen: Das instrumentale »Raise The Hammer« mit der singenden Leadgitarre, »The Way Of The Warrior« dank markigem Refrain oder »Destined For Glory«s fast orchestrales Intro. Richtig peinlich klingt dagegen der kitschige Titelsong einschließlich Motorradgeräuschen – Manowar lassen grüßen – samt Klischee-Cover. Fazit: Wo der Hammer hängt, wissen die Schweden selbst nicht so recht. (nat)



Siehe auch:
Dreamland

   

Legacy Of Kings
(1998, Nuclear Blast NB0335)

Die Schweden zogen mit ihrem Vorjahres-Debüt aus, den Power Metal vor dem Untergang zu retten. Auf dem Nachfolger »LEGACY OF KINGS« hämmern sie trotz neuer Mitglieder wie Leadgitarrist Stefan Elmgren, Drummer Patrik Räfling und Basser Magnus Rosen in die exakt gleiche Kerbe: Unbeirrt reihen sie weiter massenkompatible True Metal-Hymnen aneinander, welche nicht ganz an »GLORY TO THE BRAVE« heranreichen.

Mit einem der besten Tracks »Heeding The Call« galoppieren sie in die Schlacht und schlagen sich mittelprächtig, bis sie mit dem Iron Maiden inspirierten »At The End Of The Rainbow« noch mal zum großen Schlag ausholen – und am Ende mit »The Fallen One« doch untergehen. (nat)



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