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Kallocain
(2004, Inside Out/SPV 085-60762)
Obwohl das Quintett mit unsymmetrischen Metren und orchestralen Passagen noch immer gelegentlich an Progrocker wie Yes und Genesis erinnert, gerieten die Songs auf dem zweiten Album straffer und zielgerichteter. Die Virtuosität steht nicht mehr dominant im Vordergrund – besonders dem Gitarristen Peter Nylander, der den auf »TIMELOSS« tätigen Reine Fiske ersetzt, sind trotz seines Könnens als studierter Jazzer die Klangfarben weit wichtiger als Soli.
Alles klingt somit ein wenig langsamer, surrealer, verträumter und letztlich auch moderner als auf dem Vorgänger-Album – so, als träfen sich Björk und Portishead mit einer 4AD-Künstlerin wie Kristin Hersh zum Stelldichein. Steven Wilson von Porcupine Tree, verantwortlich für den Mix, mag seine Spuren hinterlassen haben. Auffällig bleibt in jedem Fall Paatos' verstärktes Interesse an Melodien, und das zahlt sich bekanntlich immer aus. (peb)
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