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Bande À Part
(1986, ECM/Universal 829.022-2)
Die Namensgebung nach einem Stück von Wayne Shorter, als dieser Mitglied des Miles Davis Quintetts Mitte der 60er war, ist nicht abwegig: Ahnlich offen gehen die fünf Norweger mit ihrer Musik um. Ihre Herkunft und die daraus resultierende Musizierweise lassen einen Vergleich mit den berühmten Kollegen freilich ins Leere laufen.
Arild Andersen ist Kopf des Quintetts, sein herrlich knurriger Bass lenkt und leitet die Stücke, die allesamt von den Musikern (außer dem jungen Saxophonisten Tore Brunborg) stammen. Zweiter Bläser ist der ebenso junge Nils Petter Molvær, beide sind weniger an ausufernden Soli interessiert denn an Klängen: »Sort Of« zeigt, wie man mit Trompete und Sopransax Gänsehaut erzeugen kann. Pianist Jon Balke hält sich glänzend zurück und tupft mit E-Piano feine Sprengsel, legt Flächen mit Synthesizer, dann greift sogar Andersen zum E-Bass – wann hat es das schon gegeben? Gewohnt souverän und unnachahmlich klopft Jon Christensen gerade Metren und schafft Räume mit Becken und Pausen. Das Tempo wird nur selten angezogen, Hektik ist Masqualero fremd. Allerdings liegt eine unterschwellige Spannung über manchen Stücken, die sich wie in »Vanilje« in eine wunderschöne Unisono-Melodie auflöst. Andersen und Christensen beweisen erneut ihren Blick für junge Talente, standen doch Brunborg und Molvær gerade am Anfang ihrer Karriere. (tjk)
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