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Different Rivers
(2000, ECM/Universal 159.521-2)
Das wichtigste zuerst: Diese Musik hat Luft, sie atmet hörbar. Mit gerade mal 30 Jahren veröffentlicht Trygve Seim ein Album, das sich viele Musiker in reiferem Alter nicht getraut hätten. Große Besetzung ohne Bass und Piano, ohne atemberaubende (sic!) Soli und schmetternde Bläsersätze, ohne jegliches Getöse. Man merkt Trygve Seim (ts, ss) an, dass er sowohl bei Jon Balke wie Edward Vesala gereift ist.
Eine selten gehörte kontemplative Ruhe entströmt dieser CD. Seim schreibt ebenso kluge wie herzergeifende Melodien, setzt diese geschickt und auch schräg für Trompete, French Horn, Posaune, Tuba, verschiedene Klarinetten und Saxophone. Die wenigen Improvisationen fügen sich organisch in den Gesamtklang mit ein wenig Akkordeon und Cello und Schlagwerk. Zwischen Jazz und zeitgenössischer Komposition steht »DIFFERENT RIVERS«, und natürlich haben ihm dabei ein paar der üblichen Verdächtigen geholfen: Arve Henriksen, Per Oddvar Johansen, Håvard Lund, Nils Jansen, Stian Carstensen, Paal Nilssen-Love, auch Sidsel Endresen rezitiert ein Poem mit dem treffenden Titel »Breathe! You are alive.« (tjk)
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