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Memoirs
(2002, Prophecy/Soulfood Pro 048)
Mit dem vierten Album nahm die norwegische Band eine musikalische Kurskorrektur vor. Plötzlich tauchen Loops auf, die im TripHop-Takt tuckern; plötzlich fühlt man sich in die musikalische Welt von Portishead, Goldfrapp, Massive Attack oder gar David Bowie versetzt. Vorbei sind die Gothic-Träumereien und Avantgarde-Experimente früherer Alben: Jetzt regiert versponnener – das Wortspiel sei erlaubt – Trip-Rock.
Auch das Sängerinnen-Karusell ist weiter rotiert: Statt Kari Rueslåtten und Ann-Mari Edvardsen bedienen sich die zum Quartet geschrumpften Mortals aus einem großen Gastmusiker-Pool, wo besonders Sängerin Kirsti Huke Akzente setzt. Das groovt und lässt Tagträume reifen; das zischt, blubbert und rockt, um sich im nächsten Moment wieder in surreal-unheimlichen Keyboard-Sphären zu verlieren. Das ist feinste »Music Noir«. Oder – je nach Standpunkt – dunkler Chill-Out für Hörer mit Hirn. (peb)
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