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Love Is Real
(2008, ACT/Contraire 9459-2)
Sind die Kompositionen des Pianisten Esbjörn Svensson mit dessen Klaviertrio aufs Engste verknüpft oder lassen sie sich auch in anderem Kontext spielen, wird sich Ulf Wakenius gefragt haben, und die Antwort vorweg: Wakenius gelingt eine wunderbare CD.
Lars Danielsson (b, cello), Morten Lund (dr, perc) und Lars Jansson am Piano halten sich auffallend zurück; dafür sorgen die Trompeter Till Brönner und Paolo Fresu und Posaunist Nils Landgren bei jeweils einem Stück für solistische Beiträge. Sehr gelungen ist auch der klangliche Background durch das Wiener Radio String Quartett bei mehreren Stücken. Wakenius verändert die Stücke nicht von Grund auf; er belässt ihnen ihre Struktur und Stimmung, aber er verwandelt Klavier- in Gitarrenmusik, holt aus der akustischen Gitarre sämtliche klanglichen Facetten, lässt Flageoletts glitzern und jagt auch mal mit Höllentempo über das Griffbrett. Höhepunkte sind die selben wie bei e.s.t.: Genannt seien »Seven Days Of Falling«, »Dodge The Dodo«, die traumhafte Ballade »Believe, Beleft, Below« und »Good Morning Susie Soho«.
Esbjörn Svensson starb etwa zwei Monate nach Erscheinen dieser CD beim Tauchen vor Stockholm. (tjk)
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