Zur Hauptseite
Diese Seite empfehlen Neuheiten Artikel Service Suche Impressum

Alle Rezensionen zu Ulf Wakenius
(Genre »Jazz«, Land »Schweden«)

 

Notes From The Heart
(2005, ACT/Contraire 9435-2)

Keith Jarrett zählt für Ulf Wakenius – neben Oscar Peterson und Herbie Hancock – zu den größten Jazz-Pianisten. Und in der Tat: Blickt man zurück auf Jarretts gewaltiges Œvre, stößt man immer wieder auf zahlreiche geniale Kompositionen. Dass aber nun ausgerechnet ein Gitarrist eine Hommage an den großen Pianisten unternimmt, verwundert. Ist es wirklich möglich, Jarretts rhythmische Finesse und polyphone Melodienführung auf der semiakustischen Gitarre nachzuempfinden? Ja, wenn man die Klasse von Ulf Wakenius hat, die Songs entsprechend auswählt und sie von Grund auf neu angeht.

Im Team mit Bassist Lars Danielsson und Drummer Morten Lund nahm sich der Schwede bevorzugt Jarrett-Kompositionen mit einer einfachen, klaren Melodie vor oder solche, die vor allem von einem anschiebendem Groove leben. Ein Vergleich mit den Originalen wäre freilich müßig – man sollte sich einfach nur erfreuen an dieser liebevollen, dank des legendären Tonmeisters Jan-Erik Kongshaug auch klangtechnisch brillanten Trio-Platte. (peb)



Siehe auch:
Lars Danielsson
Niels-Henning Ørsted Pedersen, Ulf Wakenius, Jonas Johansen
The Best Of Stunt Records Vol. 12

Ulf Wakenius: Notes From The Heart

Offizielle Website

Offizielle Website      www.ulfwakenius.com

   

Love Is Real
(2008, ACT/Contraire 9459-2)

Sind die Kompositionen des Pianisten Esbjörn Svensson mit dessen Klaviertrio aufs Engste verknüpft oder lassen sie sich auch in anderem Kontext spielen, wird sich Ulf Wakenius gefragt haben, und die Antwort vorweg: Wakenius gelingt eine wunderbare CD.

Lars Danielsson (b, cello), Morten Lund (dr, perc) und Lars Jansson am Piano halten sich auffallend zurück; dafür sorgen die Trompeter Till Brönner und Paolo Fresu und Posaunist Nils Landgren bei jeweils einem Stück für solistische Beiträge. Sehr gelungen ist auch der klangliche Background durch das Wiener Radio String Quartett bei mehreren Stücken. Wakenius verändert die Stücke nicht von Grund auf; er belässt ihnen ihre Struktur und Stimmung, aber er verwandelt Klavier- in Gitarrenmusik, holt aus der akustischen Gitarre sämtliche klanglichen Facetten, lässt Flageoletts glitzern und jagt auch mal mit Höllentempo über das Griffbrett. Höhepunkte sind die selben wie bei e.s.t.: Genannt seien »Seven Days Of Falling«, »Dodge The Dodo«, die traumhafte Ballade »Believe, Beleft, Below« und »Good Morning Susie Soho«.

Esbjörn Svensson starb etwa zwei Monate nach Erscheinen dieser CD beim Tauchen vor Stockholm. (tjk)

   

Forever You
(2004, Stunt/Sunny Moon STUCD 03192)

Sollte jemand Ulf Wakenius nicht kennen, dann ab zum Nachsitzen! Seit langem spielt der Schwede in der Band von Oscar Peterson, aber auch Michael Brecker, Ray Brown, Herbie Hancock, Max Roach, Jack DeJohnette, Roy Hargrove und viele mehr griffen auf seine Gitarrenkünste zurück. Nur solo konnte sich Wakenius noch nicht die verdiente Reputation erarbeiten.

Mit »FOREVER YOU« sollte sich das ändern, denn die Platte ist ein ein Gedicht. Begleitet von Bassist Lars Danielsson, Pianist Carsten Dahl und Drummer Morten Lund schlendert Wakenius durch ein verträumtes Balladen-Repertoire, überwiegend von ihm selbst und Danielsson komponiert. Aber auch Lieder von Pat Metheny, Jerome Kern und Hoagy Carmichael, ja selbst Ryuichi Sakamoto eignet sich das Acoustic-Quartet mühelos an. Die entspannte Natürlichkeit und distinguierte Eleganz fernab von zwanghafter Virtuosität ist beispiellos und wird es wohl lange bleiben. (peb)



Siehe auch:
Carsten Dahl



Neuheiten | CD-Rezensionen | Artikel | Service | Suche | Impressum

CD des Monats | Nach Genre | Nach Land | Nach Musiker | DVDs | Erweiterte Suche | Seite empfehlen

              


© 2000 - 2012, Design & Programmierung: Polarpixel