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Green Shading Into Blue
(1978, ECM/Universal 1127)
Die dritte der frühen Andersen-Quartett-Aufnahmen ist wohl auch die beste. Wunderbar eingespielt sind die Musiker, das Klangbild offen und kristallklar. Selbstverständlich ist Jan Erik Kongshaug an den Reglern, die 70er-ECM-Ästhetik ist also garantiert. Juhani Aaltonen at his best: zärtlich und lyrisch mit der Flöte, mit Tenorsax mäandert er um Melodien und Harmonien, gelegentliche freie Ausbrüche inklusive und bei aller Vitalität durchdacht, immer am rechten Platz. Lars Jansson, der auch zwei gute Stücke beisteuert, ist der ruhigere Gegenpol, seine Vorliebe für Bill Evans ist durchaus erkennbar.
Pål Thowsen trommelt mit kontrollierter Leidenschaft, Arild Andersen hat alles im Griff und im Blick, spielt Themen unisono mit, lässt beiläufig herrliche Drops in den nächsten Takt fallen und soliert mit tollem Ton. Mehrere Stücke sind – vielleicht deswegen so gelungen? – Frauen gewidmet: in Janssons »Terhi« brilliert Aaltonen, mit »Ratka’s Samba« erinnert Andersen an die große Sängerin Ratka Toneff, in deren Quartett er jahrelang spielte. (tjk)
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