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Songen
(2011, Heilo/Galileo HCD7257)
Wer mit Volksmusik aufwächst, dem wachsen unweigerlich einige Lieder besonders ans Herz, diese werden dann zu lebenslangen Begleitern. Zu schade wäre es allerdings, gingen diese Lieder mit der Zeit verloren! Der norwegischen Jugend z.B. – hat diese doch statt Kveding-Gesang und Hardanger Fiedel eher Chatroom und Gangbang im Sinn. Aber zum Glück ist da ja noch Kirsten Bråten Berg: Die 1950 in Arendal geborene Sängerin gehört in die erste Liga der norwegischen Folk-Szene; seit sie in den 70ern in Erscheinung trat, sie hat in vielen bedeutenden Formationen gewirkt.
15 Lieder hat Berg ausgewählt, abwechslungsreich melancholisch wie fröhlich und teilweise schon ziemlich alt. Allerdings klingen sie durchaus frisch und munter, wozu eine erlesene Musikerschar beiträgt: mit dem Jazzer Arild Andersen (b) verbindet sie eine jahrzehntelange Zusammenarbeit, Stian Carstensen (bj, pedal steel, acc) und Leiv Solberg ( mandola, acc, g) kennt man aus vielen anderen Bands. Auch die Folk-Stars Annbjørg Lien (hardanger fiddle) und Bjørn Ole Rasch (harmonium) fügen sich uneigennützig ein. »Bendik Og Årolilja« berührt durch strenge, fast bedrohliche Ruhe, »Pål På Haugen / Tor Persens Hamber« im Gegensatz sprüht vor Fröhlichkeit, »Anne Knutsdotter« fügt Rodeo-Einflüsse hinzu. Ein ansprechender Reigen älterer Volkslieder: vielleicht nicht in neuem, aber zumindest in frisch gewaschenem Gewand. (tjk)
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