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Amateur
(2007, Rune Grammofon/Cargo RCD2063)
Was ist das denn, Rap auf Rune Grammofon? Es scheint zunächst so, doch nach den ersten Sekunden von Alogs viertem Album beim norwegischen Edellabel wird klar, was hier klingt und in den Ohren klingelt. Schnipsel von Stimmen sind das, zersäbelter HipHop, den Alog dann wieder zu wackligen und doch tragenden Soundgebilden auftürmen. »Amateure«, das sind sie längst nicht mehr. Gefundene, selbstgebaute Instrumente rasseln und rappeln hier, mit sprödem Klang und ebenso zittriger Harmonik. Diese Rohschichten stapeln sich immer mal wieder, rotierend und unermüdlich, zu geradezu symphonischer Dichte, um im nächsten Moment wieder raschelnd in sich zusammenzufallen.
Alogs Klangsprache ist sehr speziell, charakteristisch das unauflösbare Zusammenspiel von Live-Aufnahme und extensiver Studio-Nachbearbeitung am Computer. Dieses Knuspern und Knarzen der Klangpartikel ist eigentlich Musik für die CD, denn oft klingen die Loops entfernt nach digitalem Lesefehler. Aber auch die Version auf zwei LPs, die Rune Grammofon offeriert, dürfte mit sanftem Rillenknistern diesem Album alles andere als schaden. (sep)
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