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Vilddas
(2000, Wood Productions Wood 024)
Annukka Hirvasvuopios sanft-beruhigende Stimme nimmt uns bei der Hand und führt uns hinein in den jazzgefärbten Vilddas-Folk mit Zeilen wie: »Wenn Du müde vom Lärm bist, höre mir zu, wie ich singe und Dich tröste«. Auf samisch natürlich, denn Annukka stammt aus einer traditionellen Rentierzüchterfamilie. Als studierte Musikerin und im Team mit Oud-Spieler Marko Jouste, Ney-Flötist Mikko Vanhanen und Perkussionist Karo Sampela schnüffelt sie gern in fremden Gärten, die bis in den vorderen Orient reichen.
Ja, richtig gelesen: Zwischen Rentier- und Eichhörnchen-Joiks, zwischen Oden an den die Berghänge entlang fauchenden Nordwind und Lieder über rostiges Treibgut am arktischen Ozean mischen sich beständig arabische Klangfarben, reich verzierte Ornamentik und die tänzelnden Kreise von Schellen und Rahmentrommel. Was unvereinbar scheint, harmoniert überraschend gut. Und so kann man sich durchaus vorstellen, dass diese betörende Sängerin im gut beheizten Lavvuu ihre Bauchtanz-Fertigkeiten perfektioniert. (peb)
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