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Électronique Noire
(2001, Jazzland/Universal 558.128.2)
Man käme nicht auf die Idee, dass hier ein Gitarrist am Werk ist. Aarset jagt seine Gitarrensignale durch Preamps, Midicontroller, Wah und Marshall-Amps. Dann zeichnet er das Ganze auf Computer-Festplatte auf, um es weiter durch den digitalen Fleischwolf zu drehen. Mit Hilfe weiterer Jazz-Freigeister wie Nils Petter Molvær und Bugge Wesseltoft kam ein winterdüsteres Triphop/Noise/Ambient-Monument heraus, irgendwo zwischen Miles Davis, Bill Laswell, David Torn und Metallica.
Aarset, der bisher vorwiegend Studio-Jobs für A-Ha-Fontmann Morten Harket, Dee Dee Bridgewater, Ray Charles, Cher (!) oder eben Molvær absolvierte, verwöhnt auf seinem Solo-Debüt mit Drum'n'Bass-infizierter Montagekunst und packenden, nordisch klaren Soundscapes. Wenn er dabei gelegentlich an David Torn oder Steve Tibbetts erinnert, so tut er das mit Respekt vor den Vorbildern und völlig eigener Handschrift. (peb)
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