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Playing
(2009, Jazzland/Universal 06025 1796167)
Seine Band New Conception Of Jazz, die immerhin dem Jazz wegweisend neue Impulse verliehen hatte, ist seit dem Album »IM« auf Eis gelegt. Auch »PLAYING« offenbart einen meist in sich gekehrten Bugge Wesseltoft, der am Solo-Piano Songs entkernt und auf ihre Melodien reduziert. Doch plötzlich springt den Hörer mit »Take 5« ein altbekannter, flotter Track an, den der Norweger allerdings rhythmisch stolpern lässt und elektronisch gehörig verbiegt.
Will er sich über die Komposition lustig machen? Nein, Wesseltoft liebt das Spielen ohne Tabu-Grenzen; Achtung vor Klassikern ist ihm fremd, und das ist gut so. Schließlich gelingt ihm mit der zwanzigminütigen Piano-Träumerei »Talking To Myself« eine feine Ballade im Stil von Bill Evans und Keith Jarrett. Und dass er Songs sehr wohl zu emotional ungeahnten Höhepunkten führen kann, beweist er aufs Wunderbarste mit Jimmy Cliffs »Many Rivers To Cross«. (peb)
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