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Wasteland Discotheque
(2008, Lifeforce Records LFR 083)
Wie gemein! Da lullen Raunchy den Hörer zwei Minuten lang ein – Marke: Pianolastiges Wiegenlied – unvermutet brüllt Kasper Thomsen ein »Go!« ins Mikro und der Sechser prügelt los – Marke Children Of Bodom. Yep, die Dänen sind los. Völlig entfesselt toben sie mit »Somewhere Along The Road« durch die »WASTELAND DISCOTHEQUE«. Minimal gedrosselt rasen sie in die näxte Kurve (»The Bash«), ruhen kurz in einem melodischen Refrain mit Klargesang, bevor der Death-Part wieder Oberhand gewinnt. Ins Wechselbad der heftigeren Sorte schmeißt der Sechser seine Hörer in »Warriors«: Keyboardgeplätscher zum Warmwerden, eisiges Fauchen, gnadenlose Rhythmen zwischendurch, gefolgt von einem extrem poppigen, warmen Part – schwupp, die kalte Dusche hinterher.
Vom »Futuristic Hybrid Metal« zum Disko Metal? Erstmal wieder ein paar Runden brachiales Gemetzel, es geht »Straight To Hell« und mit einem flüchtigen Winken in Richtung Soilwork zum Titeltrack. Schnell noch am Rockwell-Cover »Somebody's Watching Me« vorbei, auf der Zielgerade noch mal ordentlich Gas geben – so schnell sind 54 Minuten vorbei. Fazit: Raunchy haben sich selbst übertroffen, wem der Sinn nach poppig-tödlichen Ohrwürmern steht: Zugreifen. (nat)
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