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Figurines
(2010, Morningside Records/Cargo CARCD113)
Drei Alben quer durch Spielarten von Rock und Pop haben die Figurines bereits hinter sich. Auf Platte Nummer vier sind sie nur noch zu dritt. Neustart, selbst- (bzw. un-)betiteltes Album, neuer Stil - alles klar. Locker-flockig, und einigermaßen sonnig geht es diesmal zu. Very Beach Boys, ein Hang zu Clap Your Hands Say Yeah! oder Built To Spill... alle Ecken und Enden erinnern an etwas, das man schon anderswo - und zudem besser - gehört hat.
Eingängige Melodien gibt's hier zuhauf (und wenn sich der Refrain auch nur auf ein »Hello, hello, hello!« beschränkt, na gut), gefällige Arrangements ebenso, alles hübsch zum Mitwippen, jeder Song will ein Hit sein. Doch so schnell wie ins eine Ohr rein, geht's zum andern wieder raus. Warum zündet das nicht? Alle elf Songs sind einwandfreie Handwerksarbeit, der Sprung zum Mehr, zum bewegenden, einschlagenden Pophit, zur individuellen Note jedoch gelingt nirgends.
Während Phoenix mit ihrem vierten Album doch noch den Jackpot geknackt, den Sprung zu großen Popstars mit allem drum und dran geschafft haben, bleiben die Figurines ihre traurigen und etwas angestrengten Cousins. Den drei Dänen bleibt auch diesmal der große Erfolg verwehrt. (ijb)
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