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Alle Rezensionen zu Satyricon
(Genre »Metal«, Land »Norwegen«)

 

The Age Of Nero
(2 CDs, 2008, Roadrunner BAM-RR78935)

Fortsetzung folgt… und zwar die von »NOW, DIABOLICAL«. Simpel, spartanisch, nachdrücklich hämmern die Norweger in typischer Satyricon-Manier acht Songs auf ihre siebte Studioscheibe. Trotz des gedrosselten Tempos ist »THE AGE OF NERO« ein echtes Stück Schwarzmetall. Es bietet zwar keine Überraschungen oder Hitanwärter, hält aber durchweg sein gutes Niveau: vom Opener »Commando« über das Blastbeats feuernde »Die By My Hand« bis zum hypnotischen »My Skin Is Cold«. Endlich faucht Satyr wieder auf Norwegisch ins Mikro, nämlich den unheilvollen Ausklang »Den Siste«.

...und dennoch sehnt sich die Rezensentin nach einem Album vom Kaliber eines »SHADOWTHRONEs«. Kleiner Trost: In der limitierten Ausgabe legen die Nordmänner zum 43-Minüter noch einen Silberling obendrauf. Nebst verschiedenen Varianten von Stücken des Hauptalbums sowie der EP »MY SKIN IS COLD« (erschienen im Juni 2008) hört ihr hier Livemitschnitte, wie den des Kulthits »Mother North«. (nat)

 Satyricon: The Age Of Nero

Offizielle Website

Offizielle Website      www.satyricon.no

   

Volcano
(2002, Virgin/EMI 724354.2846.2)

Satyricon - die Black Metal-Götter aus Norwegen - liefern mit »VOLCANO« ein weiteres Meisterstück des schwarzen Metals ab. Der Albumtitel beschreibt dabei exakt das, was den gepeinigten Hörer erwartet: Schleppende Songs bohren sich so unaufhaltsam wie Lava in die Gehörgänge. Eruptionen in Form von unerwarteten Geschwindigkeits-Attacken bringen die notwendige Abwechslung in die zähen, unnachgiebigen Parts.

Satyrs Vokals sind von der übelsten und gemeinsten Sorte und verleihen der Scheibe jene düstere Stimmung, die man von einem Black Metal Album erwarten darf. In Norwegen ist diese Band längst Kult, und mit »VOLCANO« hat sie einige Musik-Awards abgeräumt, darunter den »Osloprisen« sowie den »Spellemannsprisen« für das beste Metal Album des Jahres. (hog)



Siehe auch:
Enslaved
Emperor
Bloodthorn
Arcturus

   

Megiddo
(EP, 1997, Moonfog FOG 014)

Satyricon experimental: Die »MEGIDDO«-EP startet mit dem Industrial/Gothic-Remix von »The Dawn Of A New Age«, im Original auf »NEMESIS DIVINA« (1996). Äh, nun ja. Es zischt, es knarzt, komische Technosamples treffen ein Konservenbüchsen-Schlagzeug, ein letztes Zischen. Dann zart gezupfte Gitarren, Satyrs beginnt zu sprechen, wieder Synthiesounds. Es klart kurz auf – zum Wolkenbruch: Piep, zisch, schepper. Die ganze Chose versinkt im lärmenden Chaos, da rettet auch das angenehme Ende nicht mehr viel.

Dagegen ist das Studiostück »Night Of Divine Power« ein wahrer Ohrenschmaus. Black Metal at its best. Beginnt mit einem Schrei, hat geniale, schnelle Gitarren, harmonische Keyboards, einen gespenstischen Mittelpart und endet mit einem anklagenden Keyboard. Die Liveaufnahme von »Forhekset« (ebenfalls von »NEMESIS DIVINA«) kennzeichnet ein dermaßen besch…eidener Sound – Marke »Keyboard Kills The Singer« – dass vom Lied kaum was zu hören ist. Wenigstens kommt das abschließende Motörhead-Cover »Orgasmatron« wirklich cool rüber. Gleichwohl, muss man diese EP nicht besitzen. (nat)

   

Nemesis Divina
(1996, Moonfog FOG 012)

»This Is Armaggedon!« brüllt Satyr – und startet mit »The Dawn Of A New Age« voll durch. Trotzdem ist »NEMESIS DIVINA« nicht so überzeugend und spannungsreich wie das Vorgängeralbum. Mit »Mother North« ist den Nordmännern jedoch ein Geniestreich geglückt – es ist die Black Metal Hymne schlechthin: Melodisch und aggressiv, zurückhaltend und monumental.

Der Rest knüppelt sich so dahin ... ob da der Besetzungswechsel Anteil hat? Nocturno Culto von Darkthrone aka Kveldulv ist der neue Mann an der Gitarre – und Frontmann Satyr bedient den Bass an Samoth' statt. (nat)



Siehe auch:
Darkthrone

   

The Forest Is My Throne / Enslaved: Yggdrasil
(1996, Moonfog FOG 009)

Die enorme Nachfrage (»Irgendwas musste früher oder später mit unseren alten Songs gemacht werden«) führte zu diesem Split-Album mit Enslaved, das alle Originalaufnahmen vom Demo »THE FOREST IS MY THRONE« enthält. Der Bonustrack »The Night Of The Triumphator« – eine Mischung aus Frauengestöhne, Geknüppel und Gegrunze – wurde aufgenommen, um den alten Bands »Tribut zu zollen, die dazu beitrugen, den Black Metal zu begründen«. Aha.

Enslaved, aka Daimonion, Earl Grutle und Trym, aus der norwegischen Weltstadt Haugesund, bezeichnen ihr Yggdrasil-Demo von 1992 als »Meilenstein der gewalttätigen Kindheit des norwegischen Extrem Metal«. Und so klingt es auch – bis auf das rein Instrumentale »Allfqôr Oôinn«. (nat)

   

The Shadowthrone
(1994, Moonfog FOG 003)

Den »Schattenthron« haben Satyr, Samoth und Frost mit ihrem zweiten Album wahrhaftig erklommen: Geprägt durch Satyrs Vorliebe fürs Mittelalter, norwegische Texte (gesungen und gesprochen), sowie chorale Elemente (»Vikingland«), klingen die Stücke wie aus einer anderen Zeit – »I En Svart Kiste«, mit seinem sphärischen Synthesizer-Sound sogar wie aus einer anderen Welt.

Dass harte Töne und sanfte Akustik-Gitarren-Klänge wunderbar harmonieren, beweisen die Norweger mit »The King Of The Shadowthrone«. Satyrs Tip: »Correct Listening At Maximum Volume!« (nat)

   

Dark Medieval Times
(1993, Moonfog FOG 001)

Die »Dunklen mittelalterlichen Zeiten« sind »Musik für die echte Wikinger Norwegens« – und der offizielle Erstling der norwegischen Black Metaler. Komplett eingespielt vom »Duo« Frost (aka Kjetil Haraldstad) und Satyr (aka Sigurd Wongraven), wobei sich Frost aufs Schlagzeug beschränkte und Mastermind Satyr den kompletten Rest übernahm: (akustische) Gitarre, Bass und Gesang.

Nicht ganz ausgereift, aber zuweilen bewegende, mittelalterlich angehauchte Klänge wie in »Walk The Path Of Sorrow«, oder Vertonung der »großartigen norwegischen Landschaft« wie in »Min Hyllest Til Vinterland« – zeitlos schön. (nat)



Siehe auch:
Susperia



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