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Finally We Are No One
(2002, Fat Cat Records fatcd18)
Vier Isländer, die auszogen, um uns kleine Electronica-Geheimnisse zuzuflüstern und wundersame Beats in die Ohren zu hauchen, die nach feinstem Programming klingen und doch live eingespielt sind. Múm leben zu einer Hälfte in Reykjavik, zur anderen in Berlin, aber scheinbar nicht in dieser Welt. Denn das, was da auf »FINALLY WE ARE NO ONE« zwischen den Analog- und Digital-Sounds klebt, ist traumhaft süßer Zucker, mit dem Verwöhnaroma sentimentaler Melodien.
Selbst wenn Gesang und Melodie gegeneinander schwimmen und die textliche Fracht der Nebensächlichkeit preisgegeben wird, summieren sich Arrangements und Sounds am Ende zu jener Harmonie, die glückselig macht. Dabei bedarf es kaum einer weiteren Interpretation, denn alles auf diesem Album ergibt sich von selbst. Musik abseits aller Chartsformate, für Träumer, Schlafwandler und süße Melancholiker, die in Wolken noch Gesichter sehen. (lic)
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