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(2002, PIAS fatcd22)
Hört man die sphärische Geistermusik dieses Quartetts, zweifelt man keinen Moment mehr, dass es in Island noch Kobolde und Elfenwesen geben muss. Das vierte Album »()« entstand in einem Swimmingpool unweit von Reykjavik, den Sigur Rós zum Studio umgebaut haben. Dieser Umstand mag seinen Teil zum schwebenden Gesamteindruck dieser Slowpop-Sinfonie beigetragen haben.
Zarte Soundloops, eine mit Geigenbogen gespielte Gitarre und Jon Thor Birgissons Falsettstimme, die aus dem Jenseits zu uns zu sprechen scheint, ziehen unwiderstehlich in ihren Bann. Diese Musik ist schemenhaft, durchsichtig, nicht von dieser Welt, wie auch das Cover: Das aus transparentem Pergamentpapier bestehende Booklet zeigt nur andeutungsweise Bilder - Grashalme, abstrakte Formen. Keine Texte finden sich dort, keine Songtitel, keinerlei Informationen - alles geisterhaft eben. (peb)
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