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Alle Rezensionen zu The Rasmus
(Genre »Rock«, Land »Finnland«)

 

Dead Letters
(2003, Playground Music/Motor Music 9806934)

Was ist das? Beim ersten Hören fragt man sich, ob Sänger Lauri Ylönen an schwerem Herzschmerz leidet oder aus Versehen ein HIM-Album im Player gelandet ist. Die Antwort ist ganz einfach: The Rasmus werden nun vom HIM-Manager Seppo Vesterinen betreut – und dementsprechend klingt »DEAD LETTERS«. Sehr balladenlastig, insgesamt viel softer als alle Vorgängeralben.

Doch zum Glück kann man The Rasmus noch erkennen: Lichtblick ist »In The Shadows«, in der sich klare, zurückhaltende Gesangspartien mit druckvollen Passagen abwechseln. Schlimm dagegen: Bei »Not Like The Other Girls« zeigt der Frontmann, dass er sowohl HIMsches Jaulen als auch dementsprechende Melodien beherrscht. Mit schwarz gefärbten Haaren und ebenso schwarzer Kleidung greift er zudem zu Titeln wie »Funeral Song« – was erwartet uns da noch? Anknüpfen an ihre wunderschönen Stücke der Ära vor »INTO können die Finnen so nicht. (nat)



Siehe auch:
Killer
Ville Pusa
Deep Insight
Verschiedene: Hyvää Ja Kaunista – Radiomafia-live Vol. I


Zur DVD-Rezension über The Rasmus

The Rasmus: Dead Letters

Offizielle Website

Offizielle Website      www.therasmus.com

   

Black Roses
(2008, Playground Music PGMCDX -56)

Dreieinhalb Jahre hat Lauri Ylönen samt seiner Mannschaft viele Konzerte gespielt, nach eigener Aussage in Kapstadt Pinguine gejagt und wohl auch ein wenig Siesta gemacht, vermutlich im kühlenden Schatten seines Lieblingsgrabsteins, neben sich ein paar alte Scheiben von Europe (hörbar bei »Living In A World Without You« und »Lost And Lonely«) und vielleicht sogar den Scorpions. In so langer Zeit hätte ihm doch wesentlich mehr einfallen können! Zumindest hat er für den Sound der Band eine neue Schublade gebastelt: Death Pop – und das passt ja auch.

Über weite Strecken ist »BLACK ROSES« reichlich langweilig; auch Ylönen selbst greint lustlos und ohne Eier durch die ganze CD. Da hilft auch Producer Desmond Child (Kiss, Alice Cooper etc.) nicht. Die Songs schleppen sich uninspiriert und bar jeder Überraschung durch mittleres Tempo, mit Ausflügen in 80er Disco-Rock (»The War Is Over«) und einem akzeptablem Knutsch- und Kuschellied (»Run To You«). Erst gegen Ende klingen Gitarren wie Gitarren, scheint die Band aufzuwachen, doch zu spät: schwarze Rosen geben halt kein Feuer. (tjk)

   

Hide From The Sun
(2005, Universal 06024 9873691)

Aus einem Internetforum: »Für mich sind The Rasmus die absolut beste Band der Welt!!!!! Da können alle sagen oder schreiben was sie wollen. Und von wegen komischer Sänger, seine Stimme ist so geil und auch live sind sie so süüß! Und harmloser Finnen-Rock für 12-16-jährige is auch gelogen ... Also an alle Hasser: Ihr solltet euch vorher erkundigen und nicht was schreiben wovon ihr ohnehin keine Ahnung habt ... sowas kann nämlich die ECHTEN FANS die AHNUNG HABEN dann aufregen... Lg, an alle Gleichgesinnten *gg* =)«

Ach, und das neue Album? Der Gothic -Zufallsgenerator hat erneut klischeetriefende Texte ausgespuckt, die ob ihrer Einfallslosigkeit mehr denn je pubertär und aufgesetzt wirken. Und musikalisch verharrt die Band ohnehin in harm- und markloser Redundanz. Aber die Federn in Lauris Haar, die sitzen tadellos. (maw)

   

Into
(2001, Edel 0117732ERE)

»INTO« ist das finnische Wort für Enthusiasmus, und den hört man der Band an: Sonnig, poppig und ungemein versiert klingen die flotten Rocknummern. Mal treibend und gitarrenlastig wie der Opener »Madness« oder die Single »F-F-F-Falling«, mal zurückgenommen und relaxt - hört Euch nur »Chill« an! Es finden sich sogar stimmungsvolle Wechselbäder wie »Bullet«.

Nicht umsonst ist die Band hierzulande auch ein Thema für die Teenie-Zeitschrift Bravo, aber wir haben es hier nicht mit niveaulosem Müll zu tun, sondern mit richtig guter, entspannt und perfekt produzierter Popmusik zum Wohlfühlen! (chd)

   

Hellofacollection
(2001, Warner 0927-41705-2)

Die Höllenkollektion stammt glücklicherweise aus der Vor-»DEAD LETTERS«-Ära und bietet über eine Stunde Rasmus in ihrer ursprünglichen Form. Sie entführt die Hörer auf eine Zeitreise, vom Hier und Jetzt zurück zu den Anfängen: Beginnend mit »F-F-F-Falling« vom »INTO«-Album, über die schönsten, oft von Bläsern begleiteten »HELLOFATASTER«-Stücke geht's rückwärts via »PLAYBOYS« und dem Debüt »PEEP« bis zur Demoversion der später streicherunterstützten Ballade »Liquid«.

Einzig das finnische Liebeslied »Rakkauslaulu« findet sich auf keinem ihrer Alben – Gnade der auserwählten Seele: Der Gesang ist mehr als gewöhnungsbedürftig; auf der deutschen Ausgabe fehlt es ganz und wurde durch »Man In The Street« ersetzt, und statt » F-F-F-Falling« und »Chill« gibt's »Wellwell«, sowie » Swimming With The Kids«. (nat)

   

Hellofatester
(1998, Warner 0639842572828)

Unglaublich! Leichtfüßig bewegen sich Rasmus auf ihrem dritten und abwechslungsreichsten Album zwischen Leben, Schmerz, Kraft und Schönheit. Erzeugt die Funk-Ballade »Man In The Street« noch eine Gänsehaut beim Hörer, so möchte er bei den Saxofonklängen von »Tonight, Tonight « sofort aufspringen und sich bewegen.

Fast zu Tränen rührt dagegen die Gitarren-Geigen-Ballade »Liquid «, die von Kritikern und Fans zum besten Song des Jahres 1998 gekürt wurde. Nicht umsonst folgten auf »HELLOFATASTER« Support-Auftritte vor den Funk-Göttern Red Hot Chili Peppers im Eishockeystadion Helsinkis. (nat)

   

Playboys
(1997, Warner 0630-19923-2)

Die finnischen »PLAYBOYS« aka Rasmus sind auch auf ihrem zweiten Album Jungs, die gefallen – dafür gab's verdient Platin. Gewohnt kraftvoll, dynamisch und abwechslungsreich durchdringen sämtliche Stücke Mark und Bein: Nicht nur beim schnellen, bläserbegleiteten »Ice« bringen sie selbiges zum Schmelzen – und wie ...

Auch »Sophia« darf sich dank gleichnamigen Song geschmeichelt fühlen. Vor Neid erblassen könn(t)en die Beastie Boys bei »Sold«: Lauri, Eero, Janne und Pauli sind fürwahr harte Konkurrenten. Kleines Extra(vagantes): Jamaica-Feeling mit »Raggatip«. (nat)

   

Peep
(1996, Warner 706301638927)

Hut ab vor dem Erstling der Finnen! Während etliche Musiker in diesem Alter noch nicht mal Schulband-Niveau erreichten, spielten die Jungs bereits ihre Konkurrenz an die Wand: Ihr authentischstes und Funk-lastiges Album »PEEP« wurde verdient mit Gold ausgezeichnet.

Schon als Sechzehnjährige veröffentlichten The Rasmus (damals noch nur »Rasmus«) ihre erste Single: »Funky Jam« - eines der kraftvollsten Stücke des Albums - schlug damals beim Radio ein wie eine Bombe. Sänger und Texter Lauri: »Unser Leben veränderte sich so sehr, dass es uns beinahe außer Kontrolle geriet.« Doch das war erst der Anfang, die »goldene« Fortsetzung folgt(e)... (nat)



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