|
Black Roses
(2008, Playground Music PGMCDX -56)
Dreieinhalb Jahre hat Lauri Ylönen samt seiner Mannschaft viele Konzerte gespielt, nach eigener Aussage in Kapstadt Pinguine gejagt und wohl auch ein wenig Siesta gemacht, vermutlich im kühlenden Schatten seines Lieblingsgrabsteins, neben sich ein paar alte Scheiben von Europe (hörbar bei »Living In A World Without You« und »Lost And Lonely«) und vielleicht sogar den Scorpions. In so langer Zeit hätte ihm doch wesentlich mehr einfallen können! Zumindest hat er für den Sound der Band eine neue Schublade gebastelt: Death Pop – und das passt ja auch.
Über weite Strecken ist »BLACK ROSES« reichlich langweilig; auch Ylönen selbst greint lustlos und ohne Eier durch die ganze CD. Da hilft auch Producer Desmond Child (Kiss, Alice Cooper etc.) nicht. Die Songs schleppen sich uninspiriert und bar jeder Überraschung durch mittleres Tempo, mit Ausflügen in 80er Disco-Rock (»The War Is Over«) und einem akzeptablem Knutsch- und Kuschellied (»Run To You«). Erst gegen Ende klingen Gitarren wie Gitarren, scheint die Band aufzuwachen, doch zu spät: schwarze Rosen geben halt kein Feuer. (tjk)
|