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My Russian Soul
(2008, ACT/Contraire 9721-2)
Viktoria Tolstoys Ururgroßvater heißt Leo, somit hat sie russische Wurzeln und lange schon den Wunsch gehegt, diesen nachzuspüren: auf die Sprünge halfen ihr dabei der unvermeidliche Nils Landgren als Produzent und die cleveren Marketing-Strategen von ACT – Respekt!
Tschaikowsky nimmt breiten Raum ein, dazu einige Stücke, die auf Kompositionen von Rachmaninov oder des »russischen Dylan« Vladimir Vysotsky beruhen, und zwei Volkslieder: Viktoria Tolstoy hat mit Bedacht Kompositionen bzw. Teile davon ausgewählt und mit Landgren und ihrem langjährigen Pianisten Jakob Karlzon (als großartigem Arrangeur) so weit bearbeitet, dass daraus fast eigene Stücke wurden. Auch die Texte ließ sie sich eigens von Anna Alerstedt schreiben. Ein swingendes Feuerwerk darf man hier nicht erwarten, aber ein lebendiges, abwechslungsreiches Album mit russischer Melancholie, schwedischer Eleganz und dem spürbaren Willen, klassische Kompositionen in Jazz oder Jazz-ähnliches zu verwandeln. Gelungen, und darum noch einmal – Respekt! (tjk)
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