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Honningbarna
(2011, Karmakosmetix/Broken Silence kkx020)
Aufruhr! Widerstand! Punk`n´Roll für die Revolte! Aber die Revolution muss Spaß machen und unbedingt tanzbar sein, sonst taugt sie nichts! An diese simplen Vorgaben halten sich die sechs Honningbarnas (Honigkinder) aus der Hafenstadt Kristiansand, wenn sie wie weiland ihre Wikinger-Vorfahren unter schwarzer Flagge auf Raubzug segeln. Mit einer ungestümen Energie, dass sich die Segel nur so blähen! Anarchie, jetzt oder nie! Dass es in ihren Songs um handfeste Kapitalismuskritik geht, muss man einfach unbesehen glauben, denn auf dem selbst betitelten Debütalbum singen die ungestümen Jünglinge aussschließlich in ihrer Landessprache.
Angeführt von Ober-Honigkind Edvard Valberg an Vocals und Cello (!) tritt das Sextett mit breiter Brust das Erbe von Joe Strummer, Joey Ramone und Bill Haley an und schickt sich an, zur aktuellen Lieblingsband aller Hausbesetzer, Demogänger und Occupy-Aktivisten zu werden. Von erdenschwerer Protest-Theorie halten die Norweger rein garnichts, wenn sie Alarm schlagen und vor dem goldenen Mittelweg warnen. Der vielleicht schönste Song ist der vom klaren Blick (»Klar Blikk«), in dem Valberg zwischenzeitlich zum Fast-Rapper mutiert. Spätestens dann hat er uns so weit, dass wir die schwarzrote Flagge greifen und stolz über unserem Dach flattern lassen. (emv)
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