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The Great God Pan
(2011, Big Dipper Records/Soulfood)
»Ungehemmt retro und stolz darauf!« steht in flammdenden Lettern auf dem Banner, dass Spirits Of The Dead auf ihrem zweiten Album »THE GREAT GOD PAN« vor sich hertragen. Das Quartett um Sänger Ragnar Vikse wünscht sich zurück in die Hochzeiten des psychedelischen Folkrock mit mächtig mystisch-heidnischen Aufwallungen. Mögen doch die Zeiten wiederkehren, in denen Helden durch die Wälder streiften und unerhörte Abenteuer in Liebe und Kampf zu bestehen hatten. Das hat fast sakrale Qualitäten, so ernst nehmen die Vier den Dienst am barfüßigen Hirtengott. Mit mächtig hallenden Rockgitarren und inbrünstigen Vocals wie in »Mighty Mountain«. Oder mit leichtfüßigen Tanzschritten und verträumen Sehnsüchtereien wie im Titelsong. Mit kurzen Abstechern ins Unterholz, wo die schwarzen Hunde des Doom Metal lauern. Mit einer geradezu jazzigen Hingabe an die Improvisation
Spirits Of The Dead sind tollkühne Fahrensleute und raunende Märchenerzähler gleichermaßen. Hoffnungslos altmodisch in ihrer Hingabe an die hehre Hippie-Seligkeit, an diesem Sich-Verlieren in von süßem Rauch umnebelten Gegenwelten. Haben keinerlei Scheu vor dem gepflegten Pathos. Aber ach! Ihren Blick haben die Norweger so dezidiert nach hinten gerichtet, dass der Spät-80er-Zeitgeist zwar perfekt eingefangen wird, aber kein frischer Wind ins Gesicht wehen kann. In der Vergangenheit reicht die Luft abgestanden. Und die vier wackeren Heroen bescheiden sich mit braver Bewunderung. (emv)
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