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Big Wave Riders
(2011, Soliti)
Sie setzen sich die schwarzen Sonnenbrillen auf und stehen bewusst zwischen den Stühlen. Big Wave Riders aus Helsinki wollen sich partout nicht einfach verorten lassen und bewegen sich auf ihrer selbst betitelten Debüt-EP geschmeidig wie die Katzen quer durch das Dickicht der Stile. Zelebrieren flirrende Sommer-Surfgitarrensounds, die dezidiert nicht gefällig klingen, und kontrastierende diese auf eine geradezu hinterlistig elegante Weise mit angenehm unprotzigen Elektronik-Frickeleien. Kombinieren das Ganze mit einer urcoolen dicke-Lippe-Attitüde selbstbewusster Großstadtkids und der rotzigen Stimme von Sänger Teppo. Sind abgezockt, suerplebendig und sehr, sehr tanzbar.
Lassen wir sie unter den sich weit blähenden Segeln des energeigeladenen 80er-Indierocks segeln, dann liegen wir nicht völlig falsch. Lassen wir sie nach der großen Hymne schielen wie in »Big Sound«, aber dabei nicht übertreiben, sondern immer schön dieses ironische Glitzern in den Augen haben. Die Gitarren scheppern bisweilen psychedelisch. Wie Sternschnuppen, die aufblitzen. Aber dann stürmen die Vier unbeindruckt weiter, immer ihrer eigenen Nase nach. Hauptinspirationsquellen für das Quartett sind übrigens Echos und Wellen. Naturphänomen als Spasstreiber: Mal was Neues! (emv)
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