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Principe Valiente
(2011, Danse Macabre)
In düsterer Schönheit untergehen. In Stolz und Leidenschaft fallen. In melodischer Hoffnungslosigkeit dahinsinken. Principe Valiente bewegen sich auf ihrem selbst betitelten Debütalbum eindeutig auf den Spuren der klassischen romantischen Verlierer von Joy Division über Madrugada bis Interpol. Hell wird es in der Neo-Wavigen Welt des Stockholnmer Trios in diesem Leben nicht mehr. Eine empfindsam aggressive Gitarre hallt durch leere Räume, aus denen die letzten Spuren einer großen Liebe längst verschwunden sind. Was tun, wenn die Verzweiflung uns emotional verschlingen will? Ästhetisch aufbegehren, was sonst!
Repetitive Klangmuster, ein heftig-kraftvoller Bass, Synthies, die lidstrichdick daherkommen, und darüber liegt die tiefdunkle Stimme von Fernando Honorato: Die Schweden suhlen sich gefühlig in den tiefen Wassern der Einsamkeit. Aber merke. Auch im größten Herzschmerz herrscht hier der hehre Hedonismus. Sehen blasse Verlierer unbedingt gut aus! Songs wie »In My Arms« oder »The Night« verleihen dem Kummer etwas unbedingt beruhigend Pathetisches, Erhabenes. Da rollt die einzelne Träne doch viel dekorativer über die Wange. Ist nicht unbedingt neu, das, aber immer wieder wirkungsvoll. (emv)
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