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Diretone
(2011, Gateway Music -)
Vollmundig preisen Promoter (und Band) Direstones selbstbetiteltes Debüt als Mischung aus »Melodische Wucht von Metallicas Schwarzem Album, Pantera-Groove, Down-Schwere und Volbeat'sche Frische«. Nach mehreren Durchläufen der knapp 42-minütigen Scheibe kann ich dazu nur sagen: Etwas sehr hochgestapelt, die Beschreibung. Tiefer gestimmte Gitarren, künstlich geknödelter Gesang mit pseudo-amerikanischem Akzent des Bandgründers / Bassisten Lars Hørning sowie ein zugegeben satter Groove machen »DIRETONE« weder zu einem Klassiker wie ebenjenes Schwarze oder andere Metallica-Alben, noch zu einem Senkrechtstarter wie ihre Landsmänner Volbeat.
Betrachte ich das Werk unbefangen, sprich ignoriere die Vergleiche und Vorschusslorbeeren, bleiben gut produzierte zum Bangen einladende Midtempo-Groover, garniert mit allerlei Soli, in denen sich die Gitarristen Peter Kondrup /Jacob Nielsen ordentlich austoben, eine akzeptable Mikroleistung, doch leider zu monotones Songwriting. »It's all the same« stimmt Hørning »Cold« an – und liefert damit eine wunderbare Beschreibung der zehn Songs: Irgendwann verliere ich den Überblick, wo der Eine aufhört und der Andere anfängt. Schade, dass das dänische Quartett aus seinen musikalischen Fähigkeiten und den guten Vorbildern nicht mehr gemacht hat. (nat)
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