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På Gyllen Grunn
(2011, Kirkelig Kulturverksted FXCD 370)
Anita Skorgan ist sicher kein Name, der Musik-Gourmets sofort ein Lächeln auf die Lippen zaubert: Fünf Mal vertrat sie bisher ihr Land beim Grand Prix Contest, zwei Mal solo, einmal zusammen mit ihrem Ex-Ehemann Jahn Teigen, zweimal als Chorsängerin. Das liegt jedoch schon eine ganze Weile zurück; in jüngster Zeit machte sie lediglich mit ihrem Frauen-Trio Queen Bees auf sich aufmerksam. Welche Talente jedoch in einer solchen, doch eher in die Jahre gekommenen Sängerin schlummern, wenn sie nur auf den richtigen Produzenten - nämlich den völkerverbindenden Erik Hillestad - und die richtigen Musiker trifft, das beweist diese durchweg faszinierende Einspielung.
Mit Trompeter Arve Henriksen, Lautenspieler Rolf Lislevand, Gitarrist Eivind Aarset und Drummer Helge Norbakken hat Anita Skorgan ein echtes Dreamteam im Rücken, ein »Kompetenzkompetenzteam« sozusagen. Hillestad wählte norwegische Volkslieder aus, schrieb die Texte – inspiriert durch den Kirchenkünstler Emanuel Vigeland – und verschanzte sich mit seinen Musikern im Vigeland Mausoleum: einer fantastischen Aufnahme-Location, wo man von 800 Quadratmetern der Kunst Vigelands umgeben ist. Da muss eigentlich zwangsläufig eine CD des Monats entstehen! Dass das jedoch auch wirklich geschah, liegt vor allem an der visionären Improvisationskraft der Beteiligten, an den geschmackvoll modernisierten Traditionals und nicht zuletzt an Anita Skorgans in diesem Kontext sehr stimmigem, sakral-weihevollem Gesang. Die auch klangtechnisch druckvolle Aufnahme lässt die 10 norwegischen Songs natürlich noch eindrucksvoller und gewaltiger wirken. (peb)
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