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Baldur
(2011, Napalm)
Den Folk / Viking Metallern Skálmöld gelang es, dem undankbaren Opener-Posten zum Trotz, beim Heidenfest am 7. Oktober 2011 im Stuttgarter LKA die (rauchende) Masse ruckzuck hinein zu ziehen. Höchste Zeit also das Debüt der Isländer um Björgvin Sigurðsson zu organisieren. »BALDUR« ist ein Konzeptalbum, das die tragische Geschichte des gleichnamigen Wikingers erzählt: Eben erst samt Familie sesshaft geworden, schon zerstört ein dämonenhaftes Wesen Baldurs Heim und ermordet brutal seine Familie. Gemeinsam mit zwei Kameraden macht er sich nun auf einen Rachefeldzug.
Passend dazu beginnt die Geschichte mit dem choralen a capella Intro »Heima«. Teils im Midtempo gehaltenen, teils rasante Stücke schließen sich an, allesamt auf Isländisch, mit vielen Chorgesängen, akustischen Einlagen, zarten Melodine oder heftigen Riffs samt Double-Bass. Die Mixtur aus (Death) Metal und Folk-Parts glückte dem Sextett perfekt, einzig der Gesang, genauer: das partielle Growlen und Grunzen, ist etwas gewöhnungsbedürftig. Fernab bierseliger Schunkeleien kreieren Skálmöld ebenso epische Lieder wie eingängige Songs: »För«, »Upprisa« oder »Daudi«. Nicht nur wer Týr, Ensiferum oder Moonsorrow mag, sollte in diese düster-heroische Welt der Isländer eintauchen. PS: Das Album wurde bereits 2010 aufgenommen und über Tutl Records von den Faröer veröffentlicht. (nat)
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