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Polar Jungle Orchestra
(EP, 1994, ULO CD 93)
Jazz ist in Grönland nicht gerade zu Hause. Und wenn es hier überhaupt jazzgeprägte Produktionen gibt, so handelt es sich meist um Kooperationen zwischen heimischen und dänischen Musikern. Als Paradebeispiel für diese Form des Zusammengehens empfiehlt sich eine erste EP des Polar Jungle Orchestra um den Bandleader Pierre Dørge mit (leider) nicht mehr als zwei Songs.
Der erste mit dem Titel »Skrallingernes Første Møde Med Nordboerne« entpuppt sich als ein zunächst sehr rhythmisches Stück mit viel Handclapping und unterlegtem mystisch-grönländischen Gesang, das nach der Hälfte in eine Art grotesken Trauermarsch ausläuft – mit überraschendem Ende. Der zweite mit dem Titel »Ai Qiumusseq Nuisoq« sprudelt von Anfang bis Ende schier über vor Lebensfreude und Lebenslust, bläserlastig und gitarrenflirrend. Musik, die während des kurzen arktischen Sommers geschrieben und produziert sein muss. (frk)
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