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The Golden Sea
(2010, GAEA Records)
Sommermusik, steppend, zitroneneisduftend, superlebendig: Die können wir zu jeder Jahreszeit gebrauchen. French Films, ein Quintett aus Helsinki, hat auf seiner vier Songs umfassenden EP »THE GOLDEN SEA« begriffen, dass der Welt unbedingt ausgelassene, harmoniesüchtige Uhuu-Gesänge und flotte Gitarrenharmonien fehlen. Die Indiepop-Herrlichkeit der 80er in ihrer optimistisch-träumerischen Ausrichtung ist hier die gute Fee, die mächtig Sternenstaub stieben lässt. New Order blinzeln verschwörerisch dazu, und die allzu sehr in Vergessenheit geratenen Men Without Hats stehen Pate. Die finnischen Großneffen der Australier sind aber sehr viel weniger pompös-selbstverliebt, sondern wollen einfach nur Spaß haben. Gut so! Mit angestrengtem Wollen kommt man nämlich nicht weit!
Sahnestück ist der ironisch glitzernde Gute-Laune-Titelsong, in dem es um nichts Geringeres als ums unbeschwerte Schlendern geht. Mit reichlich Tempo, frechen Keyboards und aufmüpfigen Gitarren. Und nein, sie sind nicht die finnischen The Drums, dazu sind sie viel zu bescheiden und restnaiv. Man möchte mit diesen Jungs unbedingt Kirschkerne spucken gehn. (emv)
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