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Alle Rezensionen zu Iiro Rantala
(Genre »Jazz«, Land »Finnland«)

 

Lost Heroes
(2011, ACT/Contraire 9504-2)

Wo ist sie hin, die Power? Fragt man sich verblüfft nach den ersten Stücken, erinnert sich des Trio Töykeät, das Iiro Rantala 17 Jahre lang leitete: eines der wichtigsten Klaviertrios des europäischen Jazz, das immer wieder mit frappierender Virtuosität und manchmal skurrilen Ideen überraschte.
Und nun sitzt Iiro Rantala allein vor seinem Flügel und sinniert über Musiker, die ihm ganz persönlich viel bedeuten und allesamt in den ewigen Konzerthallen weilen. Pekka Pohjola ist so einer: der große finnische E-Bassist und Komponist wird mit einem Stück gewürdigt, das auch aus seiner Feder stammen könnte.

Generell trifft Rantala die Stimmung der Gewidmeten, sei es in »Can’t Get Up« für Jaco Pastorius, das er in tieferen Registern spielt, oder dem wunderschönen »Jean And Aino« für Sibelius und dessen Frau. Ganz fein auch »Tears For Esbjörn« (Svensson), mit dem ihn eine lockere Freundschaft verband – beide sind nahezu gleich alt, ihre Karrieren stiegen ähnlich steil. Nach Svenssons Tod fiel Rantala in eine längere Krise, aus der er mit »LOST HEROES« grandios entrinnt. Statt pianistischem Dauerfeuer regiert Sensibilität und Lyrik, Rantala gelingt eine große, eine wichtige, eine wunderschöne CD. (tjk)



Siehe auch:
Trio Töykeät
e.s.t
Pekka Pohjola

Iiro Rantala: Lost Heroes

Offizielle Website

Offizielle Website      www.iirorantala.com



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