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And She Closed Her Eyes
(1994, Telegram/EastWest 4509.93898.2)
Schon das Cover spricht Bände: Die Stockholmerin singt ihre seidigen Pop-Balladen mit einer so brüchig-zarten Stimme, dass man meint, sie würde jeden Moment dabei zerbrechen. Die wahre Kraft ihrer Musik liegt also in der Stille – in den Pausen, den Zwischenräumen, dem Abbrechen der spärlichen Töne, dem Bestreben, Gitarrensaiten nur so zu berühren, dass sie gerade mal Töne von sich geben.
Es verwundert daher nicht, dass Stina Nordenstamm keine Interviews und kaum Live-Auftritte absolviert: Diese Elfe würde sicherlich von den Journalisten-Fragen und dem ungestümen Live-Applaus erdrückt werden. So müssen wir uns also mit ihren zartbitteren Folk-Songs auf CD zufrieden geben, die sie mit schrägem Charme und feenhafter Transparenz beinahe ins Mikrofon flüstert. Man kann es nicht anders sagen: Ihre zauberhaft eigenwillige Musik nimmt gefangen. Und sie macht uns klar, dass es viele Zwischenwelten in unserem Leben gibt, die nur zeitweise – zum Beispiel, wenn Stina singt – zutage treten. (peb)
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