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Hearts & Heads
(2010, Popup Records)
Tolle Stimme. Tolle Songs. Eingängig, und doch verquer genug, um nicht anbiedernd zu wirken. Erfrischend bunt, wie das derzeit wirbelnde Herbstlaub. Schon der der Opener »Lessons« zeigt, wozu die dänische Band fähig ist: Ein herrlich melancholischer Pop-Song explodiert nach zwei Minuten in einer Kaskade aus Licht, Euphorie und Lebensfreude. Um dann wieder in sich zurückzufallen. Erinnert manchmal an Peter Gabriel oder an die Red House Painters, das Ganze. Nur: Before The Show verfügen über die Power, die Mark Kozelek und seinen Painters immer gefehlt hat. Während die Alben der Red House Painters stets wie ein schlaffer Händedruck wirkten, besitzt das Debüt der Dänen den Charme einer herzlichen Umarmung.
Before The Show war eigentlich gedacht als Soloprojekt des Kopenhageners Laurids Smedegaard - u.a. Drummer bei Alcoholic Faith Mission – , der seine Songs, nun, eben »before the show«, vor den Konzerten seiner Hauptband schrieb. Inzwischen ist eine kernige Truppe daraus erwachsen, die aus dem Stand heraus einen sehr sympathischen Indie-Rock-Edelstein geschliffen hat - soundtechnisch eher Lo-Fi, aber prächtig ausgestattet mit rhytmischen Haken, fröhlicher Pop-Luftigkeit und zwischendurch auch mal grummeligem Postrock. (peb)
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