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Amortean
(2009, Dynamic Arts Records DYN032)
Auf »SUFFERION – HAMARTIA OF PRUDENCE« konnten Silentivm noch mit Kreativität punkten, auf »AMORTEAN« hat sie die Inspiration verlassen. Die Finnen unterscheiden sich mit ihrem fünften Studioalbum nicht wirklich von anderen Gothic Metal-Bands. Pluspunkte verdient das Sextett für die neue Sängerin Riina Rinkinen, die seit dem Vorgänger »SEDUCIA« am Mikro steht. Sie hat eine gute Stimme, wirkt nie unangemessen theatralisch, zeigt (erst) im Ausklang »La Fin du Monde« ihr stimmliches Können: Die schönsten Passagen sind jene, wenn sich die Instrumentalisten zurücknehmen, ihr viel Raum lassen – wenngleich noch weit von Theatralik-Klassikern à la Julie Covingtons »Don't Cry For Me Argentina« entfernt.
Die acht restlichen, überwiegend von Gitarrist Juha Lehtioksa geschriebenen Stücke wirken austauschbar und überraschungsarm, können der symphonischen Atmosphäre vom Kaliber Nightwish nicht das Wasser reichen. So reicht es, trotz der anständigen Produktion von Kärtsy Hatakka (Waltari), gerade mal für eine Wertung im Mittelfeld. (nat)
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