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The Lonely Bird
(2010, Beste!Unterhaltung/Broken Silence Bu004)
Wenn Hi-Lo & In Between eine Pferdegangart wären, dann unbedingt Schritt. Gemächlich durch die karge Landschaft reiten und seinen Gedanken nachhängen. In eine dämmerblaue Nostalgie verfallen, die durchaus ins Melancholische abgleiten kann. Das Quartett aus Tampere atmet diese staubige Planwagen-Luft, die das Lebenselixir des Folkpop á la Americana ist. Violine und Mandoline verstärken die Sehnsucht. Irgendwann einmal werden wir diese verdammte Kleinstadt verlassen, in der wir schon viel zu lange leben.
Angenehm zurückgenommen. Fein handgemacht, bis hin zur liebevollen Covergestaltung durch die Malerin Liina Mäki. »THE LONELY BIRD«, das Debüt der Vier aus den finnischen Hinterlanden, lässt die Schatten immer länger werden, ohne dass wir deshalb entmutigt vom Pferd steigen müssen. Lambchop lächeln weise dazu, und ab und zu dürfen die Jayhawks frohlocken, wenn es lebhafter wird wie bei »In The Shadows Of The Canyon´s Walls« und der brave Gaul unversehens in Galopp verfällt. Langweilig wird es nie draußen in der Prärie, auch wenn auf den ersten Blick nichts Spektakuläres geschieht. Wir wärmen uns die Hände an diesem Lagerfeuer. Das ist schon ein großer Trost. (emv)
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