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Dead Cities
(2010, Version Studio VSCD004)
Hell wird es hier nicht. Es ist kalt, so kalt, dass wir die Hände tiefer in den Manteltasche vergraben und die Schultern fröstelnd hochziehen. Kausal bewohnen eine graue, windumtoste und erbarmungslose Welt, in der wir uns nur an unserer eigenen Empfindsamkeit und Wut wärmen können.Das Trio aus Stockholm bewegt sich auf seinem Debütalbum »DEAD CITIES« in einem feindseligen Umfeld. Baut Verteidigungswälle aus den repetitiven Gitarrenschleifen und eruptiven Explosionen des Postrock wie EF. Gräbt sich in Schützengräben trotziger Verzweiflung und Verweigerungshaltung ein wie Logh. Kausal sind aggressiv verteidigungsbereit. Hier wird zurückgeschlagen.
Kausal improvisieren, fügen Fetzen zusammen und zitieren mit Verve. Manchmal wachen Joy Division über den Aufnahmen, bisweilen auch Tool. Irgendwann wird die Welt endgültig an ihrer Lieblosigkeit und Gleichültigkeit zugrunde gehen, aber bis dahin wehren sich diese Drei mit allem was, ihnen zur Verfügung steht. Wie die in ihrer Dienststelle von einer Gang umlagerten Polizisten in John Carpenters Actionklassiker »Assault – Angriff bei Nacht«. In einer Welt, aus der der die Sonne gestohlen wurde, schreien Kausal ihren Schmerz heraus – meistens instrumental, nur sporadisch in Worten. Wohl wissend, dass sie irgendwie auch dazu beigetragen haben, dass diese Dunkelheit über uns hereingebrochen ist. (emv)
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