|
Ghost Of Love
(2010, Maryvine Records/Revolver MVRCD-108)
Ein kleiner Edelstein ist es, den Marie Fisker in ihrer dänischen Heimat bereits 2009 veröffentlichte. Dort erhielt die CD – obwohl von einer Newcomerin – die Anerkennung, die sie verdiente. Und was in Dänemark gelang, könnte ja vielleicht auch bei uns glücken, dachte man sich. Es wäre ihr zu wünschen, denn ihr Alternative Singer/Songwriter/Rock/Country, oder wie immer man das nennen mag, hallt noch lange nach dem Verklingen des letzten Songs. Helgi Jónsson, der sie als Support mit auf Tour nahm, kündigte sie an als »weiblicher Nick Cave, nur besser«, und da ist was dran.
Die zierliche Frau aus Kopenhagen liebt dunkle Töne, und sie pendelt ebenso wie der Australier zwischen tragischen Momenten auf der akustischen Gitarre und noisigen Americana-Elemente, so dass man Marie Fisker zwischendurch einfach nur in den Arm nehmen und ihr ins Ohr flüstern möchte, dass sich schon alles wieder zum Guten wenden wird. Eine echte Entdeckung für alle Freunde von Simon Bonney, Chris Isaak und andren Neo(n)-Cowboys. (peb)
|