|
Ashes
(2010, Speakerphone Records/Regain DIAL034)
Spielzeit: Zweieinhalb Stunden. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Zweieinhalb Stunden. Suma brechen auf ihrem Drittling »ASHES« sämtliche Rekorde ihrer Landsmänner Opeth in punkto Songlänge: »Orissa« dauert knapp 43 Minuten – so lange dauert bei diversen Kapellen (Grüße an Children Of Bodom) nicht mal ein komplettes Album.
Die 2001 in Malmö gegründete Band um Sänger Jovan wandelt also stundenlang durch eine Doom-Experimental-Noise-Rock-Landschaft. Meist instrumental, mit sporadischem Gesang und teils sehr gewöhnungsbedürftigen Effekten wie in »War On Drugs«. Drogen? Braucht man die nun zum Hören oder Produzieren solcher Klänge? Eins steht jedenfalls fest: An diesem monumentalen Opus scheiden sich die Geister. Fans von Isis, Eyehategod oder Neurosis folgen dem schweren, düsteren Monster möglicherweise glücklich und zufrieden. Für Genrehasser dauern die teils sehr monotonen Passagen zu lang, klingt die Produktion mal zu scheppernd, mal zu verwaschen. (nat)
|