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Synchronised Swimmers
(2010, Strange Ways/Indigo Way 297)
Freilich klingt in Island alles anders – nämlich spezieller, origineller, ungewöhnlicher, eigenwilliger. Selbst wenn eine weißblonde und blauäugige Sängerin wie Hafdis Huld ein schmuckes Folk-Pop-Album aufnimmt und dabei lieb zu jedermann sein will, dann klingt das bei ihr auf sympathische Weise kantig, ungerade und eben individuell. Ihr zweite CD »SYNCHRONISED SWIMMERS« wirkt zunächst unspektakulär. Doch die Liebe wächst mit zunehmender Beschäftigung, auch kommen die wahren Highlights erst weiter hinten.
Wie oft bei isländischen Aufnahmen klingeln und rappeln und scheppern die Instrumente, als wenn ein Kobold-Orchster mit Küchenutensilien seinen Schabernack treibt. Hafdis Hulds Aufnahmen machen da keine Ausnahme, wenn auch entsprechende Kandidaten wie »Robot Robot« eher ein Einzelfall bleiben. Ihre oft etwas nach Kleinmädchen klingende Stimme erglüht vielmehr vor allem in den zurück genommenen Folknummern wie »Time Of My Life« oder »Winter Sun«, was dann – weniger stimmlich als vielmehr in der instrumentellen Begleitung – an eine frühe Joni Mitchell oder Rickie Lee Jones erinnert. Hafdis Huld, immerhin Gründungsmitglied der bekannten isländischen Band GusGus und beteiligt an Aufnahmen von FC Kahuna und Tricky, geht ihren eigenen Weg. Und beweist, dass blonde Schönheiten keineswegs zwangsläufig ein eher schlichtes Gemüt haben müssen ... (peb)
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