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Mary's Kids
(2010, Flotation Records FR037)
Offiziell kommt die Kapelle Mary's Kids um Mary Currie aus Norwegen, doch den Bass bedient ein alt(bekannt)er Schwede: Johan Blomquist von den Backyard Babies. Das selbstbetitelte Langspieldebüt erinnert in »What Can I Say« tatsächlich kurz an dessen Hauptband, das nachfolgende »Destroy« dagegen an ihre Landsmänner Turbonegro. Die restlichen Instrumentalisten sind ebenfalls alte Hasen im (Punk)Rock-Geschäft: Schlagzeuger Topi The Kat verdient seine Brötchen bei Sons Of Cyrus, Gitarrist Hannes bei den Don't Cares.
Das Quartett spielt satten Garage-Punk'n'Roll, der trotz aller Schnelligkeit mit eingängigen Melodien prunkt. Zudem kann die ehemalige Fronterin von Oslos Vorzeige-All Girl-Punkrock'n'rollern Mensen singen und brüllt nicht nur unkoordiniert ins Mikro. Auch wenn die Nordlichter das Genre nicht neu erfunden haben – und die schmerzliche Lücke, welche die Hellacopters hinterlassen haben nicht schließen können: Einer ordentlichen, 14-Song starken Party steht nicht mehr im Weg. Einlegen, mitsingen, abtanzen, feiern. (nat)
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