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How To Make Friends
(2010, Kimi Records KRCD02)
Der Wunsch, halbnackig in der Unterwäsche auf der Straße herumzurennen, weil hier sonst ohnehin nichts passiert, wie im Song »Underwear«, ist wohl Islandjungend-typisch. Das scheinbare Abgeschnittensein vom aufregenden Geschehen in den Metropolen ist auf der Felseninsel bestens mit unbändigem Lebendigsein zu bewältigen. Und haferflockenrotbäckigem Selbstbewusstsein. Wir wohnen zwar am Ende der Welt, aber wir haben trotzdem Spaß! Genau darum geht es bei »HOW TO MAKE FRIENDS«, dem Debütalbum vom FM Belfast. Dass das Quartett aus Reykjavik als Mittel der gutgelaunten Jugendrevolte den dick aufgetragenen Glamour-Synthie-Elektropop wählt hat, ist eigentlich Nebensache. Es geht hier um Grundlegendes: Ums Tanzen und ums Lachen.
Es geht ums lustvolle Über-die Stränge-Schlagen Und ums Ausprobieren und Übertreiben. Dass auf dem Erstlingswerk mit »Par Avion« gleich ein unwiderstehliches Gute-Laune-Sahnestückchen dabei ist, kann kein wirklicher Zufall sein. Die vier anarchischen Spielkinder, zu denen auch Múm-Gründungsmitglied Örvar Þóreyjarson Smárason gehört, überrollen ihr Publikum mit unbändiger Lebensfreude und kraftvoller Albernheit. Dass es beim Songwriting noch hier und da holpert und unter den elf Songs gleich zwei Coverversionen zu finden sind, wollen wir mal großzügig hinnehmen. Wir sind viel zu sehr mit Lächeln beschäftigt. Und damit, uns den Tanzschweiß von der Stirn zu wischen. (emv)
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