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The Pleumeleuc Experience
(2010, Bone Voyage/Cargo Km020)
Zu einem sonnigen Tag, an dem man wunderbarerweise nicht müssen muss, könnte YoYoYo Acapulco den Soundtrack liefern. Und man könnte Arme schlenkernd zu diesem entspannt-exotischen Waldschratklängen am Seeufer entlanghüpfen und beglückt darüber nachsinnen, wie wunderbar Nordnorwegen und die Karibik miteinander harmonieren. Auf ihrem ersten Album mit dem sonderbaren Namen »THE PLEUMELEUC EXPERIENCE« schaffen die vier Dörfler ein eigenwilliges und unerwarterweise euphorisches Hinterwalduniversum, in dem die Ukulele die Hauptrolle spielt. Eine unbedingt die Lebensfreude steigernde Entdeckung, das!
Um stilistische Festlegungen schert sich das Quartett um Sänger Arne Martin Baerlund nicht. Wichtiger ist ihnen das Erzählen kruder Geschichten und das Einschlagen verschlungener Seitenpfade. Handgemacht geht es hier zu, aber in die Antifolk-Freak-Ecke gehören die Dorfbarden keineswegs gesteckt. YoYoYo Acapulco verbandeln Wavepop mit uriger Tanzmusik, lassen Ska-Jünger mit 60ies-Herzschmerz-Poppern knutschen. Jammen fast eine geschlagene Viertelstunde mit zunehmender Begeisterung über eine simple Tonfolge. Sind manchmal nachdenklich-melancholisch , öfter aber optimistisch und noch viel lieber abenteuerlustig. Aber auf eine entwaffnend-lockere, lächelnde Art. Wenn dieses Album ein Tier wäre, dann ein dreibeiniger Luchs mit schwankendem Gang. Sagt Baerlund. Dem ist nichts hinzuzufügen. (emv)
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