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Blind
(2010, Dark Balance DB014)
»BLIND«? »DEAF« wäre der bessere Titel: Von diesem Krach wird der Normalsterbliche eher taub – Fans von Grindcore dagegen gehen Herz und Ohren auf. Diese können sich auf eine gandenlose halbe Stunde freuen, binnen derer Exhale um Fronter Peter Andersson 15 Songs durchknüppelt. Durchknüppelt? Nicht ganz: Es gibt einige (deathlastige) Ruhepausen inmitten der Gewaltausbrüche, beispielsweise in »World Of Hate« oder »Turning Blind«.
Sonst legen Kampfbeller Andersson, die Gitarristen Andreas Allenmark / Johan Ylenstrand, Bassist Johan Fogelberg samt Schlagzeuger Gustav »Gurra« Flowson im Nasum-Stil die Boxen in Schutt und Asche. Bösartige Riffs, Stakkato-Schlagzeug, verzerrt rumorende Bässe, dumpfes Bellen und Grollen am Mikro; das unversöhnliche Zweitwerk des Schwedenquintetts strotzt nicht gerade vor Ideenreichtum oder Eigenständigkeit. Doch Hand aufs Herz: Wer erwartet das von einer Grindscheibe schon? Fans von Nasum und/oder Rotten Sound, könnte Exhales »BLIND« gefallen. (nat)
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