|
Handgrenade Blues
(2010, VME/Twilight VME 11002)
»And the man at the back said - Everyone attack and it turned into a ballroom blitz« – na Supercharger, haben wir genau jene Melodie von Sweet, ähm, ausgeliehen? Dazu noch ein paar Sirenen (mal wieder), und fertig ist der eröffnende Titeltrack. Im anschließenden »Gotta Get It« probiert es Fronter Mikkel Neperus mit einer Gesangsmixtur aus Jyrki 69 (The 69 Eyes) und Biff Malibu (Gluecifer), die auf einen Hellacopters-treffen-Gluecifer-Sound prallt.
Auf ihrem Debüt »HANDGRENADE BLUES« erfinden die Dänen nichts neu; stattdessen feiern sie gut 50 Minuten fett groovenden Rotzrock ab. Die elf Stücke mit großzügigem Hammondorgel-, Klavier- und Mundharmonikadekor machen Spaß und liefern einen perfekten Soundtrack zur nächsten Party. Die Produktion dürfte gerne etwas ausgewogener sein, wechselweise drehen (Lead)gitarre oder Gesang voll auf, und versenken alles andere. Auch gehen der Kapelle ab der Albummitte leider die Ideen aus, oder sagen wir: Sie beginnen sich zu wiederholen. Doch um es mit dem dritten Stück des Quintetts zu sagen »If You Wanna Rock« – greift zu. (nat)
|