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Frábært eða frábært
(2009, Record Records RECD 004)
Spätpubertierende Jungs mögen keinen Süßkram? Ganz, ganz falsch gedacht! Wenn sich drei isländische Computerkonsolen-Nerds schon den isländischen Namen Zucker verpassen, dann dürfte klar sein, wohin die Reise geht. Das Trio ist noch keine 20, aber an konfettibuntem Selbstbewusstein mangelt es den Jungspunden in ihren grellfarbigen Trainigsanzugsjacken und Angeber-Sonnenbrillen auf ihrem Debütalbum nicht. Synthieverliebt sind sie, discoverliebt sowieso. Und wenn sie Nutella aufs Frühstücksbrot schmieren, dann bestimmt fingerdick.
Schreiend pastellig ist sie ausgemalt, die Welt von Sykúr. Es bliebt und fiept und puckert ohne Unterlass. Tanzen ist das einzig probate Mittel gegen die drohende Saccharinvergiftung. Meistens kommen die Songs auf energisch-verspielte Weise instrumental daher.Wenn Sykúr keine Unterstützung etwa durch die famose Mammút-Sängerin Katrína Mogenson holen, die hier lolita-lasziv scheinbar das Unschuldslamm im Röckchen mimt. Manchmal wird es orientalisch, dann wieder ruppig-rappig. Übermütig immer. Wenn wir sie regelmäßig gießen, dann könnten Sykúr tatsächlich einmal wie im Song »Rocketship« die Kurve kriegen und mächtig abheben. (emv)
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