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Supercalifragilisticexpialidocious
(2009, Eigenverlag)
Dekadenz, Dekadenz, lustvolle Dekadenz! Sometime aus Reykjavik lassen sich in ihren Outfits von den 30er- und 40er Jahren inspirieren, irgendwo zwischen Cabaret, Prohibitions-Bar und Zwischenkriegszeit-Radio. Das Quartett rund um Sängerin Diva De La Rosa und Ex-Maus-Drummer Danni verortet sich auf seinem Debütalbum ansonsten fest in der Gegenwart: Mit süffigen Beats, mit hochaufgedrehten Synthies, mit groovigen Drum'n'Bass-Anklängen, mit Neo-Neo-Jazz und mit allem, was der Kollege Programmierer an elektronischen Schritten vom Wege so auftut. Ausschweifungen, unsere Leidenschaft! Discokugel, unser Fixstern!
Bewusst schwül inszenieren sie sich, die Nordlichter, wobei La Rosa ähnlich wie weiland Peggy Lee mit Vorliebe zwischen naiver Kokotte und abgebrühter Lebedame changiert. Sich bloß nicht berühren lassen von irgendwelchen Kerlen, ich bin eine Ikone, merkt euch das! Die maunzt und sich räkelt wie eine zufriedene Katze, die aber jederzeit ihre Krallen ausfahren kann. Dieser Mieze schaut man gerne zu, eine Zeitlang. Ganz schön durchtrieben, das kleine Biest! Das ist kurzweilig, dieses elektronische Zitierspiel, dieses erotisch aufgeladene Sommergewitter, dieses zweideutige Agieren, wenn die Nacht am dunkelsten ist. Gegen Tageslicht aber sind Sometime allergisch. Da könnten die kleinen Taschenspielertricks auffliegen, die so neu nicht sind. Geht gar
nicht! Vorhänge zu! (emv)
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