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The Underworld Regime
(2010, Indie Recordings/Soulfood INDIE050)
Geldnöte oder Langeweile? Fünf Norweger schienen akut unter dem einen oder anderen (oder beidem) zu leiden und gründeten schnell eine neue Black Metal-All Star-Truppe.: Shagrath (Dimmu Borgir, Chrome Division) schnappte sich das Mikro, King (God Seed, Gorgoroth, Jotunspor, I, Sahg, Audrey Horne) den Bass. Dann rekrutierten sie die Gitarristen Ice Dale (Enslaved, I, Audrey Horne, Trinacria, Demonaz) und Teloch (Nidingr, God Seed, 1349, Umoral) plus Frost (Satyricon, 1349), der sich hinters Schlagzeug klemmte.
»THE UNDERWORLD REGIME« lautet kurz drauf das Ergebnis der unter dem Namen »Ov Hell« gebündelten finsteren Kräfte. Bereits der Opener »Devil's Harlot« trägt eindeutig Frosts Hand-/Fußschrift, während Shagrath die fiese Saitenarbeit Kings mit bösartigem Keifen garniert. Statt lieblichen Keyboardgeplänkels widmet sich das Quintett mit diabolischer Freunde den dunkleren, schändlicheren Auswüchsen des Genres. Die acht Stücke dürften die Herzen puristischer Schwarzmetaller höher schlagen lassen, die Gesamtspielzeit von nur knapp 38 Minuten weniger – also doch Geldnöte?
PS: Das Wolfsgeheul wie in »Perpetual Night« ist zwar kitschigstes Klischee, aber mir allemal lieber als die Jodelarie einer (Gast)Sängerin. (nat)
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