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Koria Kitten Riot
(2009, Solmu Records Somu011)
Macht uns Kummer sanft? Manchmal vielleicht. Wenn die Sache aussichtslos scheint, die geliebte Person uns verlassen hat und nicht wiederkommt und wir sowieso nicht genau wissen, wo wir hingehören und was wir in diesem Leben überhaupt wollen. Antti Reikko, der Mann hinter Koria Kitten Riot, entdeckt auf seinem Debütalbum die Kraft, die hinter dem verhaltenen Aufbegehren steckt. Mit leisen Tönen, mit Selbstironie, mit Verspieltheit gegen all die finsteren Mächte ankämpfen, die uns in dunkle Seelenschlünde ziehen wollen. Nein, wir wehren uns! In bester Singer-Songwriter-Tradition im eigenen Schlafzimmer mit minimalen Mitteln eingespielt. Es ist das bewusst Unfertige, das anrührt.
Reikko, dessen Hauptprojekt die Indierockband Johnny Superhero ist, schafft es selbst in emotional angeschlagenen Zeiten, kleine musikalische Kringel zu malen und ganz leichte Tänzelschritte in den Trauermarsch einzubauen. Im Alleingang, auch wenn er sich in drei Tagen das Tromptenspiel beibringen muss, um sich musikalisch auszudrücken. Diese Melancholie hat viele Farben. Liebevoll ausgemalte Schattierungen der Farbe grau. Gitarre, Klavier, blanke, leergeweinte Augen. Nicht viel? Sehr viel! Denn seine Zärtlichkeit, die hat er sich bewahrt, der herzgebrochene Sänger. (emv)
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