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Dino
(2008, Stunt STUCD 08212)
Nach 15 Sekunden weiß man: Hier hat ein Guter Großes vor! Jakob Dinesen eröffnet Duke Ellingtons »Come Sunday«, Bass und Schlagzeug setzen ein, mehr nicht. Das erinnert in Besetzung, auch im Saxophon-Ton, aber vor allem in der Qualität an Sonny Rollins und Joe Henderson, insbesondere an dessen »The State Of The Tenor«.
Einen tollen Sound hat Jakob Dinesen am Tenorsaxophon, mal kräftig, mal eher subtil, seine Linien pflügen durch die Harmonien, mäandern darum herum und ziehen mal weite Bögen, setzen mal nur kleine Akzente. Dinesen ist inzwischen eine große Stimme im europäischen Jazz, »Tennessee Waltz« klingt bei ihm wunderbar: auch wegen Paul Motian. Der ist und spielt Paul Motian, scheinbar emotionslos, aber mit unheimlich viel Rafinesse zerhackt er die Takte, lässt Becken sprechen und setzt Akzente mit den Toms. Anders Christensen am Bass ist nicht nur der ruhende Pol; er spielt ganz feine Soli und sorgt dafür, dass Piano oder Gitarre niemals vermisst werden. Jakob Dinesen ist auf dem besten Weg zum Tenorsax-Dino. (tjk)
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