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Auringonnousu
(1997, MTV Musiikkim MTVCD 108)
Angesichts des scheußlich gezeichneten Covers traut man seinen Augen kaum: Auf den Fotos im Booklet präsentiert sich Jari Sillanpää im Anzug als Schwiegermutters Traum. Doch dann ein Stillleben mit Cognac, Aschenbecher, Kaffee und Noten. Die übrigen Fotos zeigen den Sänger gar im Bad beim Rasieren, mit Jeans und offenem Hemd kniend und schließlich in einem weißen Retro-Hoserl im Bett lümmelnd den unwiderstehlichen Womanizer mimen – mit einem Stück Wassermelone statt Handy.
Nach der Schule arbeitete er als Barkeeper und Model, bevor er 1995 Tangokönig in Seinäjoki wurde. Die Krone kann Sillanpää aber gleich wieder abgeben, ein Sonnenaufgang (»AURINGONNOUSU«) klingt jedenfalls anders. Arg brav sind seine Schlager, auch wenn bekannte Komponisten wie Kassu Halonen und Jukka Kuoppamäki die Songs ersonnen haben. Schon der Opener »Bum Bum Bum« ist ein absoluter Tiefpunkt, danach wird es gelegentlich besser (»Tie Jokainen«), »Tähdet Tietävät Sen« (»Die Sterne wissen es«) gerät wiederum desaströs. Wer es bis zu Stück 9 schafft, wird mit einer erträglichen Ballade belohnt (»Eiliseen«), darauf folgt die Strafe in Form des »Bum Bum Bum – Dance Mix«. Schaurig, dass »AURINGONNOUSU« trotzdem auf Platz 1 der finnischen Charts landete. (tjk)
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